Bei den Einkommenssteuern spart man am meisten Steuern, wenn man seine Abzugsmöglichkeiten intelligent nutzt. Dabei ist die vorausschauende Steuerplanung die beste Optimierungsmöglichkeit. Da bleibt Zeit um sich Gedanken für die Zukunft zu machen. Für das vergangene Steuerjahr, hier die wichtigsten Abzugsmöglichkeiten im Überblick. 

Berufskosten

Wer überschaubare Berufskosten (Fahrkosten, auswärtige Verpflegung, Heimbüro, Sonstige) hat, kann diese mittels Pauschalbetrag abziehen. Bei Abzug der tatsächlichen Kosten darf man für den Arbeitsweg grundsätzlich nur die Kosten für den ÖV abziehen. Die Kosten für das Auto sind dann abzugsfähig, wenn man mit dem ÖV viel länger braucht. Allerdings gibt es beim Bund und den meisten Kantonen eine Maximalgrenze. Arbeitskleider sind abzugsberechtig, wenn sie ausschliesslich Berufs- und Arbeitszwecken dienen. Wer aufgrund seiner beruflichen Stellung Anzüge oder Designermode trägt, kann dies nicht geltend machen. 

Im Zusammenhang mit Corona (Homeoffice usw.) haben die Kantone unterschiedliche Handhabungen definiert. 

selbstbezahlte Aus- und Weiterbildungskosten

Seit einigen Jahren dürfen alle beruflichen Aus-, Weiterbildungs- und Umschulungskosten abgezogen werden – bis zu einer Obergrenze von 12'000 Franken pro Jahr. Die Kantone können eigene Obergrenzen festlegen. Es muss ein Bezug zur beruflichen Tätigkeit bestehen. Das heisst, nicht jeder Yogakurs oder Sprachaufenthalt ist à priori abzugsfähig.

Kinderabzug und Betreuungskosten

Der reguläre Kinderabzug gilt für jedes Kind bis zum Ende der Erstausbildung. Beim Bund liegt er bei 6'500 Franken, in den Kantonen gelten unterschiedliche Werte. Der Betreuungsabzug ist nur zulässig, wenn beide Elternteile gleichzeitig arbeiten oder in einer beruflichen Ausbildung stehen. Die Maximalgrenze bei der Bundessteuer beträgt derzeit 10'100 Franken. 

Ab dem Steuerjahr 2023 wird der Bund die Maximalgrenze für den Betreuungsabzug auf 25'000 Franken anheben.

Beiträge an die gebundene Vorsorge, Säule 3a

Einzahlungen in die Säule 3a sind bei den Einkommenssteuern abzugsfähig. Zudem werden sie auch später, beim Bezug, mit zu einem abgesenkten Satz besteuert. Erwerbstätige mit zweiter Säule können für das Steuerjahr 2021 max. 6’883 Franken abziehen. Selbständig Erwerbende können max. 34'416 Franken abziehen, bis max. 20 % des Erwerbseinkommens.

Liegenschaften und Immobilien

Schuldzinsen für Hypothekardarlehen kann man vom steuerbaren Einkommen abziehen. Kosten für Unterhaltsarbeiten kann man pauschal oder effektiv abziehen. Wenn die Sanierungskosten höher als die Pauschale ist, lohnt es sich, die effektiven Kosten geltend zu machen. Energetische Sanierungen sind steuerlich privilegiert. Hier kann man nicht nur den werterhaltenden, sondern auch den wertvermehrenden Anteil voll abziehen. Im Gegenzug muss man für selbstbewohntes Eigentum den Eigenmietwert auf das Einkommen schlagen. Das ist ein theoretischer Wert, den man durch das Vermieten der Liegenschaft einnehmen würde.

Spenden an gemeinnützige oder öffentliche Organisationen

An Bund, Kantone und Gemeinden und ihre Anstalten wie Museen, Stiftungen u.a. An gemeinnützige Organisationen wie Hilfswerke, Umweltschutzverbände u.a. An steuerbefreite Institutionen, die einen öffentlichen Zweck verfolgen, z.B. Fussballjunioren, Kulturbeiz im Quartier u.a.

Weitere Abzüge und die Checkliste für die Steuererklärung finden Sie hier.