31.10.2019

AHV Beiträge bei selbständigerwerbenden Anpassen

Haben Sie mit Ihrer selbständigen Tätigkeit dieses Jahr mehr verdient, als ursprünglich angenommen? Zu diesem Erfolg gratulieren wir Ihnen herzlich. Damit Sie unliebsame Überraschungen bei der definitiven AHV Schlussrechnung vermeiden, empfiehlt es sich eine Meldung an die AHV-Ausgleichskasse vorzunehmen und mitzuteilen um wie viel sich der Reingewinn verändert hat.

Die Ausgleichskasse berechnet die provisorischen Akontobeiträge aufgrund der aktuellen Angaben. Die AHV-Akontorechnung bezahlen Sie vierteljährlich. Die definitiven Beiträge werden aufgrund einer Meldungen durch das Steueramtes festgelegt. Sollten Sie beim Geschäftsabschluss erkennen, dass die bezahlten Akontobeiträge zu tief sind, lohnt es sich, dies der AHV-Ausgleichskasse zu melden. Sie vermeiden damit hohe Nachzahlungen und Verzugszinsen.

Die provisorischen Beiträge erheben wir mittels Akontorechnungen für das laufende Jahr anhand der vorhandenen Angaben (Reineinkommen und Investiertes Eigenkapital). Wenn die provisorischen Beiträge mehr als 25 Prozent unter den definitiv geschuldeten Beiträgen liegen, müssen wir von Gesetzes wegen einen Verzugszins von 5% nach Ablauf des Folgejahres erheben. Beispiel: Für Beiträge für das Jahr 2017 werden ab 1. Januar 2019 Verzugszinsen erhoben. Erst nach Übermittlung der rechtskräftigen Steuerveranlagung durch das Steueramt, können wir die definitiv geschuldeten Beiträge festlegen.

Mit der Angabe des korrekten Reineinkommens können Sie Verzugszinsen vermeiden. Sobald Sie erkennen, dass Ihr Reineinkommen sich verändern wird, melden Sie uns Ihr neu erwartetes Reineinkommen.

Tipp: Melden Sie uns nach Fertigstellung Ihres Jahresabschlusses Ihren Reingewinn. So können wir eine Differenzabrechnung erstellen, mit der die Abweichung in Rechnung gestellt, bzw. gut geschrieben wird