Grundlage

Der zu verwendende Bilanzgewinn setzt sich aus dem Gewinnvortrag und dem laufenden Jahreserfolg zusammen.

Gewinnverwendung als Generalversammlungsbeschluss

Die Generalversammlung hat über die vom Verwaltungsrat vorgeschlagene Gewinnverwendung zu bestimmen. Sofern eine Revisionsstelle vorhanden ist muss die externe Revisionsstelle überprüfen, ob die Gewinnverwendung Gesetz und Statuten entspricht und  der GV darüber Bericht erstatten. 

Gesetzliche Gewinnreserven

Vor der Ausschüttung einer Dividende oder Tantiemen an Aktionäre oder Verwaltungsrat sind die gesetzlichen Reservezuweisungen zu beachten:

Erste Reservezuweisung: Zuweisung an die allgemeinen gesetzlichen Reserven (diese umfasst aus Sicht des Rechnungslegungsrechts die gesetzliche Kapitalreserven sowie die gesetzliche Gewinnreserven) beträgt 5% des Jahresgewinnes, bis diese 20% des einbezahlten Grundkapitals (Aktien- und Partizipationsscheinkapital) erreicht haben. Ein Verlustvortrag aus Vorjahren kann vom Jahresgewinn abgezogen werden (Bilanzgewinn).

Zweite Reservenzuweisung: Werden Dividenden (Superdividende) welche höher sind als die 5% Grunddividende ausgeschüttet, so sind auf dem übersteigenden Dividendenanteil weitere gesetzliche Reservezuweisungen von 10% vorzunehmen, bis die gesetzlichen Reserven 50% des Grund- oder Nominalkapitals erreicht haben.